
Liebe Christinnen und Christen im SSB Hofer Land und darüber hinaus,
liebe Freunde und Bekannte,
liebe E-Gemeinde,
Freude und Frohsinn – an Fasching feiern das viele.
Viele verkleiden sich und schlüpfen in andere Rollen, wollen ein paar frohe Stunden genießen.
Andere „Narren“ halten die Welt derzeit in Atem und versetzen sie in Angst und Schrecken.
Jesus will, dass wir Freude haben – Freude am Leben und Freude am Glauben.
Er sagt den Jüngerinnen und Jüngern und auch uns in Joh 15,10-11 zu:
Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben,
so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe.
Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird.
Die Freude zu der Jesus uns einlädt, ist kein Dauergrinsen und auch keine wie eine Maske aufgesetzte Fröhlichkeit, sondern wahre und echte Freude, die von innen aus dem Herzen kommt: Denn wovon das Herz überfließt, davon spricht sein Mund. (Lk 6,45)
Freude, Hoffnung und Zuversicht, die auch durch so manche Krise hindurchträgt.
Dazu der „ernste“ und „ernstgemeinte“ Impuls in Reimform zu den Schrifttexten des 8. Sonntags im Jahreskreis, der zugleich der Faschingssonntag ist, sowie ein ermutigendes Lied zum Mitsingen: Singt dem Herrn ein neues Lied (Gotteslob Nr. 409).
Dir/Ihnen/Euch Freude, die von Herzen kommt und zu Herzen geht,
viel Kraft denen, die sich derzeit mit der „Freude“ schwertun, weil sie in einer Krise stecken,
und allen Gottes Segen für die kommende Woche und die beginnende Fastenzeit/österliche Bußzeit.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Dieter G. Jung
Stellvertreter des Leitenden Pfarrers
Pfarradministrator im Katholischen Seelsorgebereich Hofer Land
zuständig für Schwarzenbach a. d. Saale – Oberkotzau – Rehau
Reim-Predigt 8. So. i. JK (LJ C – 2025;
Sir 27,4-7 + Lk 6,39-45
Liebe Schwestern und liebe Brüder!
Heute reime ich ’mal wieder.
Es sind meine Worte, denn die KI
verwende ich zum Reimen nie!
Seid gegrüßt, Ihr Kleinen und Ihr Großen,
im Alltagskleid oder in Faschingshosen,
ich grüß’ Euch alle, Mann und Frau:
„Grüß Gott“ – und heut’ auch mit „Helau“!
Nicht alles ist heut Fröhlichkeit,
vielfach machen sich Sorgen breit,
der Blick zurück – für viele ist’s ne Qual:
das „blaue Wunder“ bei der Wahl.
Gewählt und vieler Menschen Wille,
ist’s auch für mich ’ne bitt’re Pille.
Was da wächst – mit Pfeil nach oben –
das kann ich wahrlich gar nicht loben.
Was klingt wie angetragene Koalition,
hat noch ’nen ganz andren Unterton:
„Unsere Hand [ist] immer ausgestreckt.“
(Zitat: Alice Weidel am Wahlabend, 23. Febr. 2025, und an den Folgetagen)
Denkt nach, was hinter diesen Worten steckt!
Die Politik der „ausgestreckten Hand“
hatten wir schon zur Nazizeit in unserem Land!
Drum sollten wir nicht „blind“ vertrauen
und nicht auf schlechte „Führer“ bauen.
Geschichtskenntnis ist auch heute noch gefragt,
dass man nicht blind „in eine Grube“ tappt (vgl. Lk 6,39):
Wie das war mit dem „deutschen Wesen“…
Nie mehr sei, was damals gewesen!
Zum Fasching feiern, braucht es Mut,
denn was sich in unserm Lande tut,
das ist für Viele nicht zum Lachen,
denn es passieren schlimme Sachen:
Drohungen im Netz und Anschläge an Lebens-Orten,
von Islamisten und Konsorten.
Verunsicherung, ein mulmiges Gefühl,
das ist’s, was man erzeugen will.
Das schwächt unsren Zusammenhalt –
und damit rechnen die eiskalt:
Faschingszüge wurden abgesagt,
weil Islamisten-Angst uns plagt.
Es reicht – und damit ist jetzt Schluss,
weil wieder Hoffnung herrschen muss!
„Pilger der Hoffnung“ sind wir Christen, das ist wahr,
nicht nur heuer, 2025 im „Heiligen Jahr“.
Da sind wir unterwegs gemeinsam,
im Gottes Volk ist keine(r) einsam.
Unterwegssein heißt, Christus begegnen,
Er möge unsere Wege segnen,
Gnade und Mut in uns erneu’n,
dass wir den Wort-Samen ausstreun,
die Frohe Botschaft bringen an Frau und Mann,
damit sie dort aufgehen und wachsen kann.
Ob sich ’was ändert in Kirche, Welt und Land?
Wir haben den Samen dafür in der Hand:
Hoffnung aussäen – nicht Angst und Schrecken –,
viel Gutes tun und neue Zuversicht wecken.
Sorgfältig prüfe und genau,
mahnt Jesus Sirach dreimal schlau (vgl. Sir 27,4-7):
Denn erstens: Inmitten der Hoffnung ist oft versteckt
Abfall und Unrat, der sie verdreckt.
Ein Sieb prüft Menschen und deren Worte,
damit übrig bleibt die Wahrheit und der guten Hoffnung Sorte.